Alter und Tod spielen eine immer wichtigere Rolle in der Psychotherapie

Der demographische Wandel ist in allen Bereichen des täglichen Lebens festzustellen: Die Menschen in Mitteleuropa werden immer älter. Das stellt nicht nur die moderne Medizin vor Probleme – es fordert auch die Psychotherapie heraus, denn es stellen sich neue Selbstwert- und Sinnfragen.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Fachtagung von Gestalttherapeuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Motto „Memento mori! Bedenke, dass Du sterblich bist“. Der Kongress findet vom 07. bis 09. November 2008 in Zürich statt.

„Noch vor wenigen Jahrzehnten hielt man nichts davon, alte Menschen psychotherapeutisch zu betreuen, weil sie als wenig wandelbar und lernfähig galten“, so Sibylle Ahlbrecht, Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie. „Hier hat ein mächtiger Bewusstseinswandel stattgefunden“.
Die Therapie mit älteren Menschen gehört mittlerweile zum Alltag in den psychologischen Praxen. Das konfrontiert Therapeutinnen und Therapeuten immer öfter mit Fragen rund um Älterwerden, Sterblichkeit und Tod.

„Je älter wir werden, umso häufiger erleben wir, dass Menschen um uns herum erkranken, sterben und unser soziales Netz sich verkleinert“, so Peter Schulthess vom Schweizer Verein für Gestalttherapie und Integrative Therapie (SVG). „Trotzdem werden Altern und Sterben in unserer Gesellschaft eher verdrängt als offen thematisiert“. Im Rahmen von rund 30 Vorträgen und Workshops widmen sich Gestalttherapeuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der Fachtagung diesen Fragen.

Das Themenspektrum reicht von Problemen in Paarbeziehungen älterer Menschen bis hin zu Krankheiten wie Demenz und dem Umgang mit dem Tod. Das komplette Programm ist im Internet unter www.d-a-ch-gestalttagungen.org abrufbar.

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