Am 31. Dezember ist es wieder soweit. Böller, Raketen und Knallfrösche sollen die bösen Geister des letzten Jahres vertreiben. Einige können es kaum erwarten und legen zum Teil schon einige Tage vorher los. Bei aller Freude ist jedoch auch Vorsicht geboten. Denn nicht selten endet die fröhliche Knallerei beim Arzt oder in der Notaufnahme. Neben Verbrennungen und Hörschäden sind es vor allem die Augen, die einem oft unterschätzten Risiko ausgesetzt sind. Sascha Förster, Ärztin im Gesundheitsmanagement der Gothaer, klärt auf:

Sascha Förster: „Zunächst mal haben wir alle an Silvester ganz viel Spaß. Aber schwere Verletzungen sind – gerade an diesem Tag im Jahr – besonders häufig. Augenärzte und Notaufnahmen haben alle Hände voll zu tun. Nicht nur Feuerwerkskörper, sondern gerade auch Sektkorken verursachen Verletzungen am Auge.“

Das Risiko durch unvorsichtig gezündete Böller oder Feuerwerksraketen ist hinreichend bekannt. Dass jedoch auch ein herumfliegender Sektkorken eine Gefahr birgt, ist nur wenigen bewusst. Die Kraft, die bei einem direkten Treffer auf das Auge wirkt, ist mit der eines direkten Faustschlags vergleichbar. Unvorsichtig oder ungewollt abgefeuert werden die Schaumweinverschlüsse zu regelrechten Geschossen, die mittlerweile für einen Großteil der neujährlichen Augenverletzungen verantwortlich sind. Als Verhaltenstipp daher: Die Flasche niemals auf Andere oder gar sich selbst richten und nach Möglichkeit den Korken mit einem Tuch umwickelt lösen. Was beim Augenkontakt mit Knallern oder Korken geschieht und wie der Schaden begrenzt werden, kann beschreibt Sascha Förster:

Sascha Förster: „Es kommt zum Beispiel zu Verbrennungen oder Verschmauchungen der Augenlider oder auch der Wimpern, es können Quetschungen des Augapfels auftreten mit der Komplikation einer Netzhautablösung. Einen Arzt aufzusuchen, ist zum einen aus medizinischen Gründen sinnvoll, zum anderen wird gerade bei Fremdverschulden eine Ursächlichkeit dokumentiert, die bei eventuellen Schadenersatzansprüchen hilfreich sein kann.“

Für die Meisten bedeutet der Jahreswechsel zwar vor allem Freude und Ausgelassenheit. Dennoch lohnt es, sich an ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Dann geht Silvester 2009 auch nicht ins Auge.

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