Kinder ganz vom Computer fernzuhalten, geht an der Lebensrealität vorbei, glauben Medien-Experten. Und die meisten Eltern haben sich auch längst darauf eingestellt. 96 Prozent der Paare mit Kind und 84 Prozent der Alleinerziehenden besitzen mindestens einen Computer. Große Unsicherheit herrscht aber über den Umfang, den Kinder daran verbringen dürfen. Manche Experten empfehlen ein tägliches Zeitkonto. Es wird für ein Vorschulkind mit 15 bis 20 Minuten angegeben, für Grundschüler mit höchstens einer halben Stunde.

Die Diplompädagogin Susanne Roboom vom Verein Blickwechsel in Bremen rät im Apothekenmagazin „BABY und Familie“, lieber ein Wochenzeitkonto zu vereinbaren. Der Grund: Es ist flexibler. Wenn nämlich beim Spiel gerade eine spannende Stelle erreicht ist, frustriert es die Kinder, sofort aufhören zu müssen, wenn das Zeitlimit erreicht ist. Dennoch sollten sie rechtzeitig daran erinnert werden, zum Ende zu kommen. Bei all diesen Überlegungen müssen Eltern jedoch daran denken, dass vor allem das eigene Beispiel das Medienverhalten der Kinder bestimmt. „Sitzen sie selbst häufig vor dem PC und sind für die Kinder kaum ansprechbar, ist es natürlich schwerer, vom Nachwuchs einen bewussten Umgang mit Medien zu fordern“, so Roboom.

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