Soziale Schieflage durch zu viele Zuzahlungen für Gesundheitsleistungen

Deutschland hat ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem, aber es wird nicht mehr von allen Versicherten in gleicher Weise beansprucht. Das ist eine der Folgerungen, die Prof. Claus Wendt, Soziologe an der Universität Siegen, aus seinen Forschungen zieht. „Fast jeder achte Bundesbürger hat bereits die Erfahrung gemacht, dass er vor den Zuzahlungen zurückgeschreckt ist und nicht zum Arzt ging, obwohl er krank war“, sagt er in der „Apotheken Umschau“.

„Das ist zu viel im internationalen Vergleich“, so sein Urteil. Es gebe zu viele Zuzahlungen. Viele Patienten durchschauten das System nicht mehr und fühlten sich deshalb ausgeschlossen. „Die Ungleichheit schreitet voran und ist heute schon deutlicher spürbar, als in anderen europäischen Ländern“, so Wendt.

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