Antihistaminika, Nasensprays oder Kortison-Präparate: Wer während der Sommermonate unter einer Pollenallergie leidet, kann sie durch Medikamente lindern – allerdings meist nur kurzfristig. Wenn Symptome wie Niesattacken, verstopfte Nase und tränenden Augen anhalten und dem Betroffenen dadurch die schönste Jahreszeit verderben, dann rät HNO-Arzt Dr. Sven Becker vom Uniklinikum Tübingen zu einer Hypersensibilisierung. „Die meisten vertragen die Immuntherapie sehr gut und spüren schon im ersten Jahr eine Besserung“, sagt Becker im „HausArzt-Patientenmagazin“.

Hohe Erfolgsquote: Viele können wieder durchatmen

Für den Beginn der Immuntherapie empfiehlt sich der Herbst als eine ideale Zeit, weil der Pollenflug rückläufig ist. Die Kosten tragen in der Regel alle Krankenkassen. Doch eines müssen die Patienten selbst aufbringen: Geduld. Im Schnitt dauert die Therapie drei bis fünf Jahre. Durchhalten lohnt sich: Bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen schlägt die Therapie sehr gut an. Für HNO-Arzt Becker überwiegen die Vorteile: „Eine Hyposensibilisierung verhindert auch den sogenannten ‚Etagenzuwachs‘, also wenn zu den nasalen Beschwerden im oberen Atemweg ein allergisches Asthma der tiefen Atemwege kommt. Die Therapie mindert zudem das Risiko, dass im Laufe des Lebens weitere Allergien auftreten.“ Im Erfolgsfall können Allergiker:innen wieder durchatmen.

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