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Weg mit den Warzen – So werden Sie die Hautwucherungen wieder los

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So lästig sie auch sind – in vielen Fällen müssen Warzen nicht behandelt werden. Die Dermatologin Dr. Garcia Bartels von der Berliner Charité empfiehlt im Apothekenmagazin „Baby und Familie“ Eltern von betroffenen Kindern, erst einmal abzuwarten, wenn die Warze nicht stört. Im Prinzip braucht der Körper keine Hilfe, um die Wucherungen wieder loszuwerden, sondern erledigt das alleine – ohne dass Narben zurückbleiben.

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Nicht alles, was wie eine Warze aussieht, ist auch eine

Die Selbst-Diagnose „Warze“ ist schnell gestellt, wenn sich auf der Haut eine verhornte Wucherung erhebt. Bei Kindern und Jugendlichen stimmt das oft. Bei älteren Menschen jedoch ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, weiß Dr. Uwe Reinholz vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Im Alter ist die vermeintliche Warze oft ein Hühnerauge, eine Schwiele, eine Stiel- oder Alterswarze, und die werden ganz verschieden behandelt.“

Selten könne auch ein „unpigmentiertes Melanom“, ein Hautkrebs also, dahinterstecken. Im Intimbereich stehen Warzen im Verdacht, dort Krebs auszulösen. „Lassen Sie selbst kleine Wucherungen auf der Haut daher immer abklären“, so Reinholz` dringender Rat.

Vereisung killt Warzen am besten

Die Behandlung mit Flüssigstickstoff ist einer niederländischen Studie zufolge die effektivste Art, Warzen zu entfernen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Wissenschaftler der Universität Leiden behandelten 240 Patienten entweder mit der Vereisung, mit Salicylsäure oder gar nicht.

Nach drei Monaten waren die Warzen bei 49 Prozent der „Eispatienten“ spurlos verschwunden, die Säure hatte bei 15 Prozent zum Erfolg geführt. Acht Prozent derjenigen, die einfach abwarteten, waren ihre Warzen aber auch los.

Internettipps gegen Warzen kritisch hinterfragen

Zitronensaft, Bananenschalen oder Tafelkreide – gegen Warzen werden im Internet viele Hausmittel propagiert. „Ihre vermeintliche Wirkung lässt sich dadurch erklären, dass jede zweite Warze auch ohne Behandlung innerhalb von zwei Jahren verschwindet“, so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. „Verbraucher sollten Internettipps zu Hausmittel grundsätzlich kritisch hinterfragen. Das ‚Warzenmittel‘ Teebaumöl darf zum Beispiel nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden, sonst kann es Kontaktallergien auslösen. Seriöse Informationen gibt’s in der Apotheke.“

Grundsätzlich sollten Patienten mit Warzen einen Arzt aufsuchen. Das gilt vor allem bei Kindern und wenn größere Hautflächen, das Gesicht oder der Genitalbereich befallen sind. Ist eine Selbstmedikation möglich, erfordert diese viel Geduld. Verschiedene rezeptfreie Präparate werden äußerlich auf die Warze aufgetragen. Präparate mit Salicyl- oder Milchsäure werden in der Regel nur kurzfristig angewendet. Sie weichen das verhornte Gewebe auf, es kann dann leicht abgetragen werden. Die umliegende Haut kann durch das Auftragen von Zinkpaste oder Vaselin geschützt werden. Rezeptfreie Alternativen sind unter anderem Ätzmittel mit Monochloressigsäure oder Vereisungssprays. Warzen sollten grundsätzlich nur vorsichtig behandelt werden. Treten während der Eigenbehandlung Probleme wie Blutungen oder starke Schmerzen auf, sollten Patienten mit dem Arzt sprechen.

Um die Entstehung neuer Warzen zu verhindern, sollten sich Patienten nach jeder Behandlung einer Warze gründlich die Hände waschen. Feuchte Haut ist anfälliger für eine Virusinfektion. Deshalb nach die Füße nach dem Baden sorgfältig abtrocknen und Fußschweiß soweit möglich vermeiden. Grundsätzlich sollte man nur eigene Handtücher, Nagelfeilen oder Scheren benutzen und im Schwimmbad oder der Sauna Badeschuhe tragen.