Küssen verboten? Ansteckungsgefahr bei Erkältungskrankheiten ist nicht zu unterschätzen

Die Erkältungswelle hat uns voll im Griff: Die Belegschaften arbeiten in kleiner Runde, in den Schulen geht die Klassenstärke kurzzeitig zurück und auch im privaten Umfeld werden Ratschläge zur Behandlung von Husten, Schnupfen und Heiserkeit ausgetauscht. Für den, der bis jetzt verschont wurde oder endlich genesen ist, gilt es, die Ansteckung zu verhindern. Doch leichter gesagt als getan. Wer hat schließlich Übung darin, einem Angriff auszuweichen, der mit 150 Kilometer pro Stunde unterwegs ist? So schnell sind immerhin die Tröpfchen von Nasen- oder Hustensekret, in denen sich die Erkältungsviren aufhalten. Diese Kunst beherrschen die Wenigsten. Und es lauern weitere Gefahren.

Schon das freundliche Händeschütteln mit einer erkälteten Person kann zum Auslöser werden. Denn statistisch gesehen fasst sich jeder mindestens dreimal in der Stunde mit den Händen ins Gesicht. Vielleicht weil die Nase kratzt, die Haare in der Stirn stören oder die Augen aufgrund von Müdigkeit gerieben werden. So wandern die Erreger schnell von Hand zu Hand. Gleiches gilt für die Berührung mit Viren infizierter Gegenstände: Taschentücher, Türklinken oder ähnliches warten nur darauf, beim gesunden Nutzer einen Erkältungsimpuls setzen zu dürfen. Deshalb ist das Händewaschen gerade in dieser Erkältungshochphase die wichtigste „Impfung“ – abgesehen von einem durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung gestärkten Immunsystem.

Kommt es doch zur Ansteckung, sollte man sich möglichst die Ruhe nehmen, die der Körper zur Genesung braucht und die Symptome lindern. Nach wie vor bewährt ist die Anwendung von Hausmitteln, die das körpereigene Immunsystem unterstützen. Steigt das Fieber jedoch über 38,5° Celsius oder treten leichte bis mäßig starke Schmerzen auf, empfiehlt sich der nebenwirkungsarme Wirkstoff Paracetamol (z.B. ben-u-ron). Übrigens, laut Erkenntnissen britischer Wissenschaftler der Universität von Cardiff, ist küssen nicht ansteckend und zählt somit zu den unbedingt vorzunehmenden Therapiemaßnahmen.

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