Deutschlands Apotheker begrüßen den länderübergreifenden Kampf gegen den Internethandel mit gefälschten und illegalen Arzneimitteln. Bei der Operation „Pangea II“ der internationalen Polizeibehörde INTERPOL wurden in der vorigen Woche diverse Razzien in mehr als 20 Ländern durchgeführt. In Deutschland gibt es laut Bundeskriminalamt (BKA) sechs Fälle in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen, wo gegen Betreiber verdächtiger Internetseiten mit illegal angebotenen Arzneimitteln ermittelt wird. „Der Kampf gegen den illegalen Medikamentenhandel im World Wide Web muss global geführt werden“, begrüßt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die Operation: „Profitgierige Betrüger und Kriminelle, die die Gesundheit von Menschen aufs Spiel setzen, müssen aufgespürt und bestraft werden.“

Nach Angaben von INTERPOL und BKA konzentrierte sich die Operation „Pangea II“ auf die drei Hauptbestandteile von illegalen Websites: den Internetdienstanbieter (ISP), die Zahlungssysteme und den Zustelldienst. Demnach wurden 751 Websites mit illegalen Geschäftstätigkeiten aufgespürt, wovon 72 Seiten vom Netz genommen wurden. Mehr als 16.000 Pakete wurden untersucht, 995 Postsendungen wurden beschlagnahmt, fast 167.000 gefälschte und illegale Tabletten wurden sichergestellt. Ziel von „Pangea II“ war es laut BKA und INTERPOL, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, dass der Medikamentenkauf über unkontrollierte Webseiten das Risiko beträchtlich erhöht, gefälschte und gefährliche Produkte zu erhalten. In Deutschland wurde laut BKA umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt, darunter angebliche Nahrungsergänzungsmittel aus dem Lifestyle- und Bodybuilding-Bereich, nicht zugelassene und gefälschte Potenzmittel, anabole Steroide und Wachstumshormone.

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