Lange wurde um die Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren gestritten, nun liegt ein erster Ergebnisbericht für die Reihenuntersuchung vor. „Ich halte es für realistisch, dass das Screening die Sterblichkeitsrate um 30 bis 35 Prozent senken kann!“, sagt die Hamburger Radiologin Dr. Maria Schofer im Gespräch mit der Zeitschrift VITAL aufgrund der Daten.

Wichtigster Effekt des Screenings: Eventuelle Tumoren werden früher aufgespürt. „Fast 20 Prozent der entdeckten Tumoren sind Frühformen eines Brustkrebses“, erklärt die Expertin. Vorher dagegen seien nur sechs Prozent der aufgespürten Karzinome schon in der Frühform erkannt worden. Und während im Screening 77 Prozent der Tumorerkrankungen noch keinen Befall der Lymphknoten aufwiesen, lag dieser Anteil vorher bei nur 56 Prozent.

„Mit dem Aufspüren günstigerer Tumorstadien wird auch die Heilungsrate steigen“, prognostiziert Schofer. Für frühzeitig entdeckte Tumoren liegt diese Rate bei immerhin 90 Prozent. Insofern hat die Expertin keinen Zweifel, dass das Mammographie-Screening Leben rettet. „Von 100 Brustkrebs-Patientinnen sterben ohne Screening in den folgenden zehn Jahren 31 Frauen“, erklärt Schofer die Statistik. „Mit der Röntgenuntersuchung sind es 20.“

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