Stabile Seitenlage, Druckverband, Herzdruckmassage – diese Begriffe kennt man aus dem Erste Hilfe-Kurs. Doch der liegt bei Vielen schon Jahre zurück, das haben uns Passanten auf der Straße bestätigt:  „30 Jahre…oh mein Gott, sieben Jahre?…ewig, und zwar, ich glaube als ich Führerschein gemacht habe, und das ist 22 Jahre her“

Als nächstes wollten wir wissen, wie sich die Passanten verhalten würden, wenn sie an einen Unfallort kämen:

„Also ich hätte keine Ahnung, was ich tun sollte, ich hatte das mal so ähnlich. Ich würde total unter Schock stehen und wäre mit Sicherheit eine von denen, die total unhilfreich wären, glaube ich…dann würde ich die Polizei anrufen beziehungsweise würde den Krankenwagen anrufen…würde ich mein Handy nehmen und anrufen, glaube ich.“

Hilfe holen ist immer richtig. Aber gerade die Minuten, bevor der Notarzt vor Ort ist, können das Schicksal des Verletzten bestimmen. Warum, das weiß Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau:

„Weil die ersten Minuten entscheiden, ob der Verletzte überlebt oder ob er Folgeschäden davonträgt. Verständlicherweise haben viele Leute aber Angst, dass sie bei der Ersten Hilfe etwas falsch machen. Der größte Fehler aber ist es, nichts zu tun. Deshalb immer Erste Hilfe leisten, dazu ist man übrigens auch gesetzlich verpflichtet.“

Umfragen haben ergeben, dass zwei Jahre nach dem Erste Hilfe-Kurs etwa die Hälfte schon wieder vergessen ist. Deshalb sollte man sein Wissen regelmäßig  wieder auffrischen. Doch im Notfall zählt nur eines: schnelle Hilfe:

„Auch wenn der Kurs schon 20 Jahre her ist und man glaubt, alles vergessen zu haben, sollte man trotzdem helfen und keine Angst haben.“

Gerade vor der Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase-Beatmung schrecken offenbar viele Ersthelfer zurück. In diesem Fall sollte man auf jeden Fall eine Herzdruckmassage durchführen, denn damit kann man den Verletzten laut Apotheken Umschau in der Regel ebenfalls erfolgreich wiederbeleben.

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