Wer Lippenherpes hat, sollte den Kontakt mit Babys meiden. Die Herpes-simplex-Viren, die bei Erwachsenen Lippenbläschen hervorrufen, können bei Säuglingen Mundfäule und Fieber auslösen. „Im schlimmsten Fall entzündet sich sogar die Hirnhaut, weil das Immunsystem der Kleinen noch nicht so ausgebildet ist“, sagt Apotheker Ralf Weckop aus Tönisvorst im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Gefährliche Flüssigkeit: Ein Mundschutz hilft

Auch beim Kontakt mit älteren Babys sollten sich an Herpes Erkrankte gründlich die Hände waschen und desinfizieren, da eine Ansteckung auch über die Hände ist möglich, etwa beim Fläschchenzubereiten. Bei einem Treffen mit Säuglingen am besten einen Mundschutz tragen. Höchst ansteckend ist die Flüssigkeit in den Bläschen.“Aus ihnen werden die Viren mit dem Speichel durch Tröpfchen übertragen, etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen“, sagt Apotheker Weckop.

Wann Erkrankte einen Arzt aufsuchen sollten

Gut behandeln lassen sich die Lippenbläschen mit einer antiviralen Salbe aus der Apotheke oder decken sie mit einem Hydrokolloidpflaster ab. Sobald die Bläschen abheilen und trocken sind, geht die Ansteckungsgefahr zurück. Wer mehr als sechsmal im Jahr an Lippenherpes leidet, die Bläschen länger als zehn Tage bleiben oder wenn sich der Herpes auf Kinn oder Nase ausweitet, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

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