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Nothilfe für Diabetiker

Diabetiker leben mit dem Risiko, dass ihr Blutzucker durch Therapiefehler oder unvorhergesehene Ereignisse so stark sinkt, dass dem Gehirn die Energie ausgeht. Die Folge kann Bewusstlosigkeit sein. Diabetiker mit einem hohen Risiko für Unterzuckerung sollten eine Notfall-Spritze mit dem Hormon Glukagon mit sich tragen, das den Blutzucker schnell erhöht. Es kann natürlich nur helfen, wenn Betroffene infrage kommende Helfer, etwa Angehörige oder Kollegen, informieren, wo es ist.

„Die Spritze wird einfach in eine Hautfalte oder einen Muskel gestochen, etwa an Bauch, Arm oder Bein“, erklärt Prof. Dr. Michael Nauck vom Diabeteszentrum Bad Lauterberg im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Der Blutzucker steigt dann und der Bewusstlose erwacht innerhalb weniger Minuten. Auf keinen Fall darf der Helfer dem Bewusstlosen etwas einflößen. Es könnte in die Luftröhre geraten und lebensgefährliche Komplikationen verursachen. Erwacht der Patient, sollte er sofort Kohlenhydrate zu sich nehmen, weil der Blutzucker sonst wieder fallen könnte. Professor Nauck rät als Erstes, den Notarzt zu rufen (112) und dann, falls vorhanden, die Glukagonspritze anzuwenden.

Forscher entschlüsseln, wie das Gehirn auf Alkohol reagiert

Alkohol steigt, nun auch wissenschaftlich belegt, sehr schnell zu Kopfe. Nach dem Genuss von etwa zwei Gläsern Wein oder drei Gläsern Bier dauert es nur sechs Minuten, bis sich der Hirnstoffwechsel verändert, berichtet die „Apotheken Umschau“. Untersucht haben das Forscher der Universität Heidelberg.

Für eine Studie tranken Teilnehmer im Kernspintomografen liegend zügig Alkohol durch Strohhalme bis zu einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille. Bereits nach sechs Minuten nutzte das Gehirn zur Energiegewinnung Azetat, statt der üblichen Glukose. Azetat ist ein Abbauprodukt des Alkohols. Auch die schädliche Wirkung setzte schnell ein: Mit zunehmender Alkoholkonzentration nahm die Menge zellschützender Stoffe wie Kreatin oder Aspartat ab.