Gehirn im Ausnahmezustand

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Für Eltern sind es schwierige Jahre – Neurowissenschaftler werben aber um Verständnis für Kinder und Jugendliche in der Pubertät. Denn hinter der Stirn von Pubertierenden findet ein riesiges Umbauprojekt statt. Das Gehirn formiert sich neu – in zeitversetzten Bauphasen, wie Experten im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ erklären.

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Jungen kommen eineinhalb Jahre früher in die Pubertät als bisher angenommen

Dass bei Mädchen die Pubertät immer früher einsetzt, ist bereits bekannt. Eine neue Studie zeigt, dass dies auch für Jungen zutrifft, berichtet die „Apotheken-Umschau“. Daten von 4100 Jungen aus den USA deuten darauf hin, dass sich die Hoden heute schon um den zehnten Geburtstag zu vergrößern beginnen. Auch die ersten Schamhaare sprießen dann bereits. Damit beginnt die Pubertät bei Jungen etwa eineinhalb bis zwei Jahre früher als bisher angenommen. Die Gründe dafür sind unklar.

Pubertätsfluch Pickel

So gemein! Ausgerechnet im Teenageralter, wo das Aussehen im Hinblick auf die Chancen beim anderen Geschlecht besonders wichtig ist, leiden viele Menschen unter Pickeln und Mitessern, Ältere kennen diese Hautprobleme kaum. Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ berichten vier von zehn (38 Prozent) der Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren von unreiner Haut, von den Jungs dieser Altersgruppe ist sogar jeder Zweite (51 Prozent) betroffen.

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Soziale Faktoren können den Eintritt der Pubertät beeinflussen

Mädchen, die ohne ihren biologischen Vater aufwachsen, kommen eher in die Pubertät. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf eine Studie von Forschern der Universität von Kalifornien in Berkeley (USA), die die Entwicklung von 444 Mädchen verfolgten. Sie fanden das Phänomen allerdings nur bei Familien mit überdurchschnittlichem Einkommen. Wenngleich die Forscher die genauen Zusammenhänge nicht klären konnten, zeige sich doch, dass soziale Faktoren einen großen Einfluss auf die körperliche Entwicklung der Kinder haben. Bislang wurde vor allem der Ernährungszustand als maßgeblich für den Eintritt der Pubertät angesehen.

Die Gene spielen beim Zeitpunkt der Pubertät eine große Rolle

Kleine, rundliche Mädchen kommen im Durchschnitt früher in die Pubertät. Dabei spielen Gene eine Rolle, die das Wachstum steuern. Sie beeinflussen offenbar auch den Zeitpunkt der Geschlechtsreife, berichtet die „Apotheken Umschau“. Das fanden Wissenschaftler aus 23 Forschungseinrichtungen, als sie in der Erbsubstanz von Mädchen stöberten und mehrere Gene identifizierten, die mit einem frühen Zeitpunkt der ersten Menstruation einhergehen.

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Gute Nacht, Pubertät – Wie Schlafforscher das Ende der schwierigen Jugendjahre erkennen

Wenn Jugendliche abends wieder früher ins Bett gehen, werden sie erwachsen, glauben Chronobiologen von der Universität Basel. Sie haben das Schlaf-Wach-Verhalten junger Menschen untersucht und herausgefunden, dass Teenager mit Beginn des Stimmbruchs und der Menstruation zu Nachteulen werden und morgens kaum aus den Federn kommen,  berichtet die „Apotheken Umschau“.

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Mit der Pubertät öffnet sich den Mädchen die Welt der Düfte ganz neu

Während Jungs und Mädchen im Alter von neun bis zehn Jahren Gerüche noch gleich wahrnehmen, reagieren Mädchen nach der Pubertät auf spektakuläre Weise anders auf die Welt der Düfte. Das kam bei Versuchen an der HNO-Klinik der Universität Dresden heraus, berichtet die „Apotheken Umschau“. Während 17- bis 20-jährige junge Frauen bei Wohlgerüchen schier in Verzückung gerieten und bei üblen Ausdünstungen angewidert die Nase rümpften, ließ die jungen Männer dieses breite Spektrum eher kalt.

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