Krankenkassen erstatten manche rezeptfreien Arzneimittel – vor allem für Schwangere

Von den 109 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland erstatten 76 ihren Versicherten freiwillig bestimmte rezeptfreie Arzneimittel. Davon profitieren vor allem Schwangere, die bei 41 Krankenkassen ihre Arzneimittel mit Eisen, Magnesium, Folsäure oder Jodid unter bestimmten Bedingungen als Satzungsleistung erstattet bekommen. Darauf weist der Deutsche Apothekerverband (DAV) auf Basis einer aktuellen Auswertung hin. Während rezeptpflichtige Arzneimittel normalerweise per Sachleistungsprinzip von den Krankenkassen erstattet werden, müssen die Versicherten rezeptfreie Medikamente üblicherweise privat bezahlen. Ausnahmen gibt es vor allem für Minderjährige.

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Ärzte erhalten weiter geheime Millionenzahlungen für Anwendungsbeobachtungen

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Im vergangenen Jahr haben Pharma-Unternehmen Ärzten für die Teilnahme an sogenannten Anwendungsbeobachtungen (AWB) Dutzende Millionen Euro gezahlt. Das zeigen Recherchen von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung und dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv. Insgesamt liefen 2015 mehr als 600 Anwendungsbeobachtungen. Über 150 neue AWB wurden gestartet – mehr als in den vorherigen zwei Jahren. Die Studien haben eine Laufzeit von teils mehreren Jahren, bei manchen sogar mehr als zehn oder 20 Jahre. Die vereinbarten Honorare liegen in der Regel bei mehreren Hundert, manchmal sogar bei mehreren Tausend Euro pro Patient. Etwa jeder zehnte niedergelassene Arzt nahm 2015 nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an solchen Studien teil: insgesamt knapp 13.000 Mediziner, außerdem rund 4000 Klinikärzte.

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Zuschuss für Pflegebedürftige – Diese finanziellen Hilfen können Sie für Umbauten in der Wohnung beantragen

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Pflegebedürftige Menschen, die in ihrer Wohnung bleiben wollen, können für Umbauten Zuschüsse und Förderungen beantragen. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ rät, sich vorab zu informieren, beispielsweise bei einer auf diese Form des Nachrüstens spezialisierten Wohnberatungsstelle. „Manche Leute bauen um und stellen hinterher fest, dass sie dafür einen Zuschuss hätten bekommen können. Aber dann ist es zu spät“, sagt Yvonne Jahn von der Gesellschaft für Prävention im Alter in Magdeburg. Auf jeden Fall sollte man den Zuschuss in Höhe von bis zu 4.000 Euro der Pflegekasse für fest installierte Umbauten nutzen, zum Beispiel für Bad oder WC.

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Finanzentwicklung der Krankenkassen in 2010 bestätigt GKV-Finanzierungsgesetz

Die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenkassen ist erwartungsgemäß weiter ungünstiger verlaufen als im vergangenen Jahr. Während die Kassen vom 1. bis 3. Quartal 2009 einen Überschuss von 1,4 Mrd. Euro verbuchen konnten, betrug der Überschuss im gleichen Zeitraum 2010 nur noch rd. 277 Mio. Euro. Mit Blick auf diese Entwicklung hat der Gesetzgeber mit dem GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) und dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) dafür gesorgt, die gesetzliche Krankenversicherung für die Zukunft wieder auf eine solidere finanzielle Grundlage zu stellen.

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Budgets für zahnärztliche Versorgung reichen nicht

„Die Patienten haben es erkannt: Wenn die Finanzmittel nicht ausreichen, führt das zu Versorgungsdefiziten und Qualitätseinbußen.“ So kommentierte heute der Vorsitzende des Vorstandes der KZBV, Dr. Jürgen Fedderwitz, die jüngsten Verlautbarungen der „Bürgerinitiative Gesundheit“ der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V., die zur Sparpolitik bayerischer Krankenkassen Stellung nimmt.

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Finanzentwicklung der Krankenkassen im 1. Quartal 2010 zeigt Handlungsbedarf in der GKV

Die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung verläuft – wie von Experten erwartet – deutlich schlechter als im vergangenen Jahr. Während die Krankenkassen im 1. Quartal 2009 noch einen Überschuss von 1,1 Mrd. Euro verbucht hatten, betrug der Überschuss im 1. Quartal 2010 nur noch 235 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet der Schätzerkreis mit einer Unterdeckung der Kassenausgaben durch die Zuweisungen des Gesundheitsfonds in Höhe von 3,1 Milliarden Euro.

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Kassenleistungen nicht selbst bezahlen

Gesetzlich Krankenversicherte sollten beim Arzt nicht vorschnell für eine Behandlung bezahlen. Selbst wenn es sich um eine Leistung handelt, deren Kosten die Kasse normalerweise übernimmt, wird das Geld in der Regel nicht nachträglich erstattet, warnt die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Patienten müssen lediglich vierteljährlich die Praxisgebühr von zehn Euro entrichten.

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Einnahmeüberschuss in der Pflegeversicherung

Die soziale Pflegeversicherung hat das Jahr 2009 bei Einnahmen von 21,3 Mrd. Euro und Ausgaben von 20,3 Mrd. Euro mit einem Überschuss von 1 Mrd. Euro abgeschlossen. Ende 2009 verfügte sie über einen Mittelbestand von 4,8 Mrd. Euro, was 2,8 Monatsausgaben entspricht.

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Mehr Vernunft im Gesundheitswesen

Der Begriff Rationierung – abgeleitet von dem lateinischen Wort „Ratio“, zu Deutsch Vernunft – wird als ein Synonym für Einschränkungen verwendet. Beim Rationieren im Gesundheitswesen bedeute dies, Geldmittel und Leistungen vernünftig einsetzen, zuordnen und verteilen. Diese Begriffsbestimmung sei jedoch so nie verwendet worden. Rationieren sei negativ konnotiert, verbunden mit dem Vorwurf der Zwei-Klassen-Medizin und der sozialen Ungerechtigkeit. Die notwendige Diskussion über die Neudefinition des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – und eventuell auch der Privaten Krankenversicherung – könne nicht mit dem Begriff einer Rationierung von Leistungen geführt werden, schreibt Dr. H. Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), im Leitartikel der Dezember-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes.

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